zweitonwerk - der Saxophonunterricht

Das Saxophon
im Musikunterricht
Das Saxophon ist ein relativ junges Instrument. Das erste Saxophon wurde um 1840 gebaut. Dementsprechend gibt es keine Originalliteratur aus den Jahrhunderten davor. Andere Instrumente wie das Klavier oder die Flöten hat es eigentlich schon "immer" in der europäischen Kunstmusik gegeben. Nicht in der Erscheinungsform wie die heutigen modernen Instrumente, aber es hat sie gegeben. Wobei man natürlich sofort einwenden kann, dass der klangliche Unterschied der hölzernen Einklappenflöte des Barock zur modernen Boehmflöte vielleicht ebenso groß ist, wie der der historischen Blasinstrumente mit einfachem Rohrblatt zum Saxophon. Wie auch immer, man kann natürlich immer puristisch sein und nur originale Literatur spielen, oder man spielt, wie es auch schon immer gemacht wurde, Transkriptionen für das Instrument, mit dem man sich beschäftigt. Inwieweit diese Transkriptionen klanglich befriedigend sind, dass muss man dann im Einzelfall für sich persönlich Entscheiden. Aber das ist ja nichts Neues, wenn man sich mit künstlerischer Gestaltung, hier mit der Gestaltung von Klängen, beschäftigt.

Ansonsten gibt es ja ebenso wie bei allen anderen Blasinstrumenten verschiedene Saxophontypen. Diese sind im Gegensatz zur Block- oder Querflöte alle deutlich schwerer, was für kleinere Kinder schon ein Problem darstellen kann. Auch hier bietet die Industrie Modelle an wie z.B. das gebogene Sopransaxophon. Es ist allerdings nicht so billig, so dass es sich anbietet, so ein Instrument zu mieten, um dann später auf ein "großes" umzusteigen. Oder man macht sich erst einmal mit dem einfachen Rohrblatt der Sopranklarinette vertraut. Diese ist z.B. von der Firma Moeck erhältlich. Die Erfahrung damit kann man dann später auf das Saxophon mühelos übertragen.

Das Saxophon ist natürlich aufgrund seines jungen Alters und seiner Benutzung besonders für den Jazz oder dem Jazz nahestehende geeignet. Dort wurde und wird es schlichtweg benutzt. Wer vermehrt klassische Musik spielen möchte, der sollte eher zu einem anderen Instrument greifen oder einfach mehrere Instrumente erlernen. Das ist etwas, was ich sowieso nur empfehlen kann. Man nimmt immer die bestem Seiten des einen Instrumentes zu dem anderen mit. Man wird durch das Spiel auf verschiedenen Instrumenten flexibler, erkennt vor allem die Grundlagen der Tonerzeugung, die bei einem selbst liegen klarer, da man von verschiedenen Seiten daraufschaut. Das macht es manchmal auch ein wenig schwerer, aber in letzter Konsequenz hat man eine Menge davon.

Also bitte lesen Sie auch die Artikel über den Musikunterricht der anderen Instrumente, um sich ein besseres Bild meines Musikunterrichtes zu machen. Ich versuche, mich in diesen Artikeln nicht andauernd zu wiederholen und nur die wichtigsten Eigenschaften der Instrumente im Unterricht anzuführen.

Und umso mehr ich mit den Eigenschaften der verschiedenen Instrumente im Musikunterricht beschäftige, desto schwerer fällt es mir, Unterschiede wirklich dingfest zu machen. Sie werden alle von einem Musiker oder angehendem Musiker gespielt, der sich mit den spezifischen Eigenschaften auseinandersetzen muss.

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Musikschule und Keramikstudio