zweitonwerk - der Klavierunterricht

Das Klavier
im Musikunterricht
Das Klavier ist das wunderbarste Instrument, um Harmonien und Mehrstimmigkeit zu verstehen. Auf keinem anderen Instrument, außer natürlich allen anderen Tasteninstrumenten wie die Orgel oder das Cembalo, kann man im wahrsten Sinne begreifen, was Zusammenklänge für Eigenschaften besitzen. Man entwickelt beim Klavierspiel eine körperliche Erfahrung davon. Dies ist anders als bei z.B. den Blasinstrumenten. Man kann mit ihnen natürlich auch mehrstimmige Musik spielen, aber eben nicht allein. Man braucht dazu auch mehrere Spieler.
Um musikalische Klänge verstehen zu lernen ist das Klavier also sehr geeignet.
Es liegt in der Natur der Sache, dass man also mit dem Klavier auch sehr gut alleine Musik machen kann, da es Melodie und Begleitung vereint. Natürlich ist es aufgrund der Fähigkeit, Akkorde zu erzeugen, auch bestens als Begleitinstrument geeignet.
In Bezug auf die Tonerzeugung ist das Klavier zunächst einmal recht bescheiden. Jeder bekommt auf Anhieb Töne aus ihm heraus. Das ist bei den Blasinstrumenten schon anders. Aber nicht zu früh gefreut, dafür haben wir auf dem Klavier die Freude, mehrere Töne gleichzeitig formen zu dürfen. Das geht los bei einfachen Zweiklängen, und kann im Schwierigkeitsgrad fast unendlich gesteigert werden.
In Punkto Klangschönheit hat das Klavier andere Schwierigkeiten als die Blasinstrumente. Atemführung wird zu Tonerzeugung nicht unbedingt benötigt, aber ohne eine vernünftige, freie Atmung wird auch der Klavierklang hart und ungleichmäßig. Luftanhalten führt zur Steifheit des Körpers, und somit kann dieser nicht mehr flexibel genug agieren, und die Musik "atmet" nicht mehr.
Der Klavierunterricht hat am Anfang nicht so sehr die Tonerzeugung zum Thema wie Querflöte und Co. Erste Themen sind eher die Rechts-Linkskoordination der beiden Hände und Arme, sowie das sichere Erfassen des Lagenspiels und die Mehrstimmigkeit. Das Lagenspiel ist eigentlich sogar der wichtigste Punkt im Anfangsunterricht. Jeder angehende Klavierspieler muss die relativen Entfernungen der Töne zuerst innerhalb der fünf nebeneinander auf der Tastatur liegenden Finger verinnerlichen. Erst wenn diese Entfernungen sicher im Körper verankert sind, macht es Sinn, den Tonbereich zu vergrößern.
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Musikschule und Keramikstudio